Uranhexafluorid (UF6) wird in eine Zentrifuge geleitet. Gaszentrifugen bestehen aus einem röhrenförmigen Behälter, in dem sich ein zylindrischer Rotor befindet. Dieser dreht sich mit sehr hoher Geschwindigkeit in einem Vakuum. Der Zentrifugenmotor erzeugt Wärme im unteren Teil der Zentrifuge. Dadurch entsteht neben dem Rotor eine Temperaturübergangszone, durch die Gas geleitet wird, um den Trennprozess zu intensivieren.

Durch die Drehbewegung werden die schwereren U-238-Moleküle an die Zentrifugenwand geschleudert, während sich die leichteren U-235-Moleküle in der Mitte ansammeln. Eine einzelne Zentrifuge reicht nicht aus, um das Uran so weit anzureichern, dass es als Kernbrennstoff verwendet werden kann. Darum werden mehrere Zentrifugen hintereinandergeschaltet. Das angereicherte UF6 wird in die nächste Zentrifuge geleitet, während das verbrauchte Gas in das System zurückgeführt werden kann. Diese Systeme zusammengeschalteter Zentrifugen werden als Kaskaden bezeichnet. Das angereicherte Uran wird so lange von einer Zentrifuge in die nächste weitergeleitet, bis es ausreichend angereichert ist, um zu Pellets verarbeitet und in Kernbrennstäbe gefüllt zu werden. Diese dienen als Brennstoff für Kernkraftwerke.

Kaskaden




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